Erste Vorgespräche über die Gründung des Schützenverein Wittkopsbostel, gab es bereits im Frühjahr 1914.
Die Planungen für die Gründungsversammlung wurden jedoch durch den Beginn des 1. Weltkrieges am
01. August 1914 und der damit verbundenen Mobilmachung abrupt gestoppt.

Nach der Beendigung des ersten Weltkrieges im Jahre 1918 wurde die Idee zur Gründung eines Schützenvereines erneut aufgegriffen. Die Gründungsversammlung, an der 35 Schützen, darunter auch Schützen aus dem benachbarten Hetzwege teilnahmen, fand am 28. August 1919 in der Gastwirtschaft Meinken statt. Zum ersten Vereinsvorsitzenden wurde Heinrich Frick sen. Gewählt. Sofort wurden die Planungen für das erste Schützenfest, das am 28. September 1919 gefeiert wurde, aufgenommen. Erster Schützenkönig wurde Fritz Meinken, erster Erntemeister des Vereins Joachim Schlobohm.

 In den folgenden Jahren gewann der Verein immer mehr Mitglieder. Die Schützen- und Erntefeste wurden zu einem festen Bestandteil des Dorflebens. Mit der Schützenversammlung vom 11. April 1934 endet die Vereinsgeschichte vor dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges vorläufig.

 Nachdem die Besatzungsmächte die Bestimmungen über den Waffengebrauch gelockert und somit die Wiedergründung des Schützenvereines und die Pflege des Schützenbrauchtums möglich wurde, wurde im Frühjahr 1949 die Neugründung des Vereins vorangetrieben. Bereits im Herbst des Jahres wurde das erste Nachkriegs-Schützenfest gefeiert. Erster Schützenkönig nach dem zweiten Weltkrieg wurde Johann Behrens.

 Sofort bei der Neugründung des Vereins, der sich neben der Pflege des Schießsports vor allem auch die Durchführung von Veranstaltungen zu Förderung des Zusammengehörigkeitsgefühl und Pflege der Dorfgemeinschaft zum Ziel gesetzt hatte,
traten eine erhebliche Zahl von Mitgliedern bei.

Die Schützen- und Erntefeste wurden, obwohl die Besatzungsmächte bis 1952 für die Preis- und Königsschießen als Waffe nur das Luftgewehr erlaubten, nach altem Brauch gefeiert.

Seit 1952 wird das Kleinkalibergewehr für Preis- und Königsschießen benutzt. 1953 haben die Mitglieder des SV in Gemeinschaftsarbeit sich den KK – Stand bei Gastwirt Meinken geschaffen. Auf drei Ständen konnte dort geschossen werden. Um dem Verein auch nach außen hin ein einheitliches Aussehen zu geben, wurde auf der Versammlung vom 24. Juni 1954 die Anschaffung eines Schützenrockes und einer einheitlichen Kopfbedeckung beschlossen.

Anlässlich des 40- jährigen Bestehens des Schützenvereines wurde die Vereinsfahne durch den damaligen Schützenkönig Walter Clahsen gestiftet. Im Rahmen eines Festaktes wurde die Fahne am 31. Mai 1959 feierlich geweiht. 1967 wird die Bar im Vereinslokal zum LG Stand.

Am 22. Juni 1975 wird die neue Schießanlage am DGH eingeweiht, die Baukosten betrugen 75000 DM. 1993 Erneuerung der Scheibenzuganlage, da die alte nicht mehr den neuen Bestimmungen entsprach.

Bereits auf der Jahreshauptversammlung im Jahr 1956 wurde, um die Überalterung des Vereins zu verhindern, beschlossen, eine Jungschützengruppe zu bilden. Sieben Jugendliche wurden hierfür angemeldet.

Die Damenabteilung des Vereins existiert seit der Schützenversammlung vom 13.März 1970. Zu dieser Versammlung waren erstmals Damen erschienen, die gewillt waren, dem Schützenverein beizutreten. Zur ersten Damenleiterin wurde Ingrid Intelmann gewählt. Durch die Versammlung wurde dann auch bestimmt, dass eine Schützenschwester nicht die Königswürde erwerben kann, jedoch die erfolgreichste erhält die Königswürde, eine Königinkette und seit 1980 eine grüne Kordel. Die Uniform der Schützenschwestern bestand zunächst aus einer grünen Weste und einem weißen Rock, der 1978 durch einen schwarzen Rock ersetzt wurde. Seit 1992 rundes die dunkelgrüne Tuchjacke die Uniform ab. Ergänzt wird das Ensemble seit 2001 durch eine grüne Kordel mit Vereinswappen.

Im Frühjahr 1974 wurde das Vereinsleben durch die Gründung des Spielmannszuges Wittkopsbostel bereichert. Den Festumzug zum Schützenfest 1975 begleiteten erstmalig die Klänge des eigenen Spielmannszuges, der sich in den folgenden Jahren prächtig entwickelte.
Zu den herausragenden Ereignissen der letzten Jahre gehörten der Bau des Schießstandes 1953, der Neubau des heutigen Schießstandes 1973, das 75-jährige Jubiläum des Schützenvereins im Jahr 1994 sowie das 25.-jährige Jubiläum des Spielmannszuges im Jahre 1999

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